14.09.2020 / Communiqués / /

Abstimmungsparolen zum 27. September 2020

Bern, im September 2020

An ihrer letzten Sitzung, die erstmals virtuell stattfand, haben sich die CVP-Frauen Schweiz unter anderem mit den kommenden Abstimmungen vom 27. September auseinandergesetzt. Völlig unbestritten war die Vorlage zur Beschaffung neuer Kampfflugzeuge. Nach einer ausgezeichneten Präsentation nahmen die CVP-Frauen die Vorlage aus dem VBS und somit „ihrer“ Bundesrätin fast diskussionslos und ohne Gegenstimme mit einer Enthaltung an. Wer Ja zur Armee sage, dürfe nicht Teilbereiche des Militärs ausschliessen – Schutz der Bevölkerung höre nicht mit gutausgerüsteten Bodentruppen auf, auch der Luftraum müsse adäquat überwacht und verteidigt werden können. So argumentierten die glühenden Verfechterinnen der Vorlage und überzeugten damit die anwesenden Frauen.

Vaterschaftsurlaub – er sei eine Investition in die Zukunft, so die Frauen nach einer Zuschaltung von Nationalrat Martin Candinas, der diesen vorstellte. Als mehrfacher Vater schien er den CVP-Frauen der perfekte Vertreter für die Vorlage zu sein; wer sonst könne so glaubwürdig für den Urlaub, der keineswegs mit Ferien zu vergleichen sei, eintreten? Studien belegten eindeutig, dass sich Familien, in welchen Vätern dieser Urlaub bereits zugesprochen werde, die Erziehungsarbeit viel eher teilten und die Väter stärker eingebunden seien. So stimmten sie klar dieser Vorlage zu, welche den Vätern von Anfang an eine engere Bindung zu ihren Kindern ermögliche.

Kontrovers hingegen wurde die Vorlage „Steuerabzüge“ diskutiert. „Mister Steuerabzüge“, Nationalrat Philipp Kutter, stellte die in der Bevölkerung nicht ganz unbestrittene Vorlage in einer Videobotschaft vor. Dass Familien entlastet werden müsse, stelle niemand in Frage, erklärten die Gegnerinnen der Vorlage. Doch sei sie zu einseitig auf Besserverdienende ausgerichtet – gerade diejenigen, welche Unterstützung bezw. Entlastung am nötigsten bräuchten, profitierten nicht davon. Das Gegenteil sei der Fall, konterten die Befürworterinnen: geringverdienende Familien seien durch staatliche Beiträge, subventioniertes Wohnen und Prämienreduktionen gestützt, während der obere Mittelstand stets nur zahle. So sei diese Vorlage keinesfalls als Geschenk anzusehen, sondern eher als etwas ausgleichende Gerechtigkeit. Nach hitzigen Diskussionen einigten sich die CVP-Frauen auf eine Stimmfreigabe, da alle Anwesenden die Argumente der Gegenseite respektierten, sich aber nicht auf eine eindeutige Parole festlegen konnten.

„Oh nein – sie geht!“ An der Sitzung kündigte zudem die langjährige Präsidentin, Babette Sigg Frank, ihren Rücktritt auf die kommende Mitgliederversammlung 2021 an. Nach zwölf phantastischen Jahren, die sie den Frauen und ihren Chancen in Politik und Arbeitsmarkt gewidmet habe, sei nun Zeit für Neues. Die anwesenden Vorstandsmitglieder drückten ihr Bedauern aus. Die Neuwahl findet am 6. März statt.

 

Weitere Informationen
Babette Sigg Frank; 076 373 83 18