31.01.2020 / Communiqués / /

Abstimmungsparolen „Nöd alli wänd uf Rehetobel!“

Bern, im Januar 2020

An ihrer ersten Sitzung im neuen Jahr haben sich die CVP-Frauen Schweiz unter anderem mit den kommenden Abstimmungen vom 9. Februar auseinandergesetzt. Völlig unbestritten war die Parole zur Änderung des Strafrechts und des Militärstrafgesetzes zum Verbot der Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung. Die CVP-Frauen nahmen die Änderung fast diskussionslos und einstimmig an. Es sei bedenklich, dass in der heutigen Zeit über ein derart privates Thema abgestimmt werden müsse. Hass und Gewalt gegen Menschen, die nicht dem konventionellen Rollenbild entsprächen, hätten nichts in einer aufgeklärten Gesellschaft, wie sie die Schweiz darstelle, verloren.

Kontrovers hingegen wurde die Initiative „Mehr bezahlbare Wohnungen“ diskutiert. Einig waren sie sich, dass auch für Normalverdiener Wohnraum zur Verfügung stehen muss. Viele CVP- Frauen erleben nicht nur in Zürich, sondern auch in anderen (Klein-)Städten und Gemeinden die „Seefeldisierung“ und fragen sich zu Recht, wohin die Bewohner der sogenannt aufgewerteten Quartiere nach Aufkauf und Renovation oder Neubau der Liegenschaften, in denen sie zum Teil seit Jahrzehnten wohnen, unterkommen? (So schön es dort auch sei: aber nicht alle wollen nach Rehetobel, nur weil dort der Wohnraum noch erschwinglich sei.) Sie verlieren nicht nur die gewohnte Umgebung, sondern auch das soziale Umfeld.

Das Argument der Verstaatlichung des Wohnungsmarktes, wie es die Gegner der Initiative formulieren, lassen die CVP-Frauen nicht gelten. Es ist ihnen klar, dass es kein Menschenrecht auf das Wohnen in der Stadt gibt, aber die derzeitige Entwicklung verhindert je länger, je mehr eine gesunde Durchmischung der Städte und Gemeinden. Ein Regulieren und Korrigieren der gängigen Praxis ist durchaus angezeigt, um dieser Tendenz Einhalt zu gebieten. Trotzdem halten die CVP-Frauen die Initiative als zu strikt und stimmten an ihrer Vorstandssitzung für eine Stimmfreigabe.

Den Onlineartikel „Die CVP-Frauen widersetzen sich den Männern“, welcher auf diese Pressemitteilung Bezug nimmt, finden Sie unter folgendem Link: Artikel Nau.ch 

Weitere Informationen:

Babette Sigg Frank, Präsidentin, 076 373 83 18