20.06.2019 / Communiqués / /

Aktienrechtsrevision: danke, Ständerat! Vaterschaftsurlaub: schade!

Bern, 20. Juni 2019

Die CVP-Frauen nehmen erfreut zur Kenntnis, dass die gesellschaftlichen Entwicklungen und der Druck der Strasse bisweilen sogar im Ständerat ankommen. So hat dieser in der gestrigen Sitzung einen Richtwert für eine Mini-Frauenquote in Verwaltungsräten und Geschäftsleitungen von börsenkotierten Unternehmen von 20 respektive 30 Prozent gutgeheissen. Firmen, welche diese Prozentsätze nicht erreichen, müssen dies neu begründen.

Den CVP-Frauen ist durchaus bewusst, dass das „Stöckli“ nach eigenen Worten „korrigierend eingreife, was im Nationalrat beschlossen werde“. Bei der Aktienrechtsrevision seien die Ständeräte aber offenbar dem Ruf der Stunde gefolgt, wäre doch eine Absage der Forderung nach angemessenen weiblichen Vertretungen in Verwaltungsräten und Geschäftsleitungen einer Ohrfeige für die Frauen gleichgekommen.

Eine Revolution sei dies allerdings nicht, das ist den CVP-Frauen klar. Denn Sanktionen sind in Unternehmen, die sich nicht an die neuen Vorgaben halten, auch künftig nicht zu befürchten. Aber es sei immerhin ein Zeichen, dass die Forderung nach Gleichstellung und Frauenquoten, vor allem in diesem umstrittenen Bereich, aufgenommen wurde.

Bedauern herrscht bei den CVP-Frauen, dass der vierwöchige Vaterschaftsurlaub im Stöckli keine Chance hatte. 20 freie Arbeitstage im Leben eines Kindes… dieser Batzen (und nur darum gehe es ja offensichtlich) hätte wohl gesprochen werden können – da bräche die immer gern zitierte Wirtschaft nicht zusammen.

 

Weitere Informationen:

Babette Sigg Frank, Präsidentin, 076 373 83 18
Chantal Donzé, Kommunikation, 076 615 16 33