15.04.2019 / Jahresbericht / /

Jahresbericht CVP-Frauen 2018

Jede der nationalen Vorlagen, die im letzten Jahr zur Abstimmung anstanden, wurden von den CVP-Frauen kontradiktorisch behandelt: externe Referenten wie NR Maya Graf, Martin Schläpfer, Leiter Direktion Wirtschaftspolitik des Migros Genossenschaftsbundes;Dr. Andréa M. Maechler, Mitglied des Direktoriums SNB, Zürich und Ladina Schröter von Coop erläuterten Pro und Kontra. Seien es die Fair-Food- oder die Vollgeldinitiative, die Ernährungssouveränität, das Geldspielgesetz oder die neue Finanzordnung: die CVP-Frauen diskutierten stets lebhaft und interessiert, um Argumente und Meinungen in die Kantone zu tragen.

Denn dies ist eine wichtige Legitimation, um als Frauengruppe weiterhin existenzberechtigt zu sein: das Verbreiten der Meinung der CVP-Frauen. Doch genauso wichtig sind das Vernetzen, das Steigern des Bekanntheitsgrades, das Wachsen der Mitgliederzahlen und die regelmässigen Treffen mit Frauengruppierungen unserer Nachbarländer. So gehört der Austausch mit den CSU-Frauen, den ÖVP-Frauen und den SVP-Frauen (Südtiroler Volkspartei) regelmässig in die Agenda der CVP-Frauen. Als High-Light darf der Kandidatinnenanlass im Bundeshaus bezeichnet werden. Frauen aus allen Landesteilen folgten der Einladung „CVP-Frauen machen Mut“ und liessen sich von den NR Andrea Gmür und Ida Glanzmann sowie von noch-NR Viola Amherd und Brigitte Hauser inspirieren. Auch die Bundesleiterin der ÖVP-Frauen, NR Dorothea Schittenhelm, und die Bundesrätin für Tirol, Elisabeth Pfurtscheller, reisten mit ihrer Entourage an und bereicherten den Anlass. Ein Treffen der Präsidentin der CVP-Frauen mit Bundesministerin Juliane Bogner-Strauss und dem österreichischen Bundeskanzler ergab sich mit dem Gegenbesuch der CVP-Frauen in Graz. In München vertrat die CVP-Frauen-Präsidentin ihre Gruppierung an der „Langen Nacht der (CSU-)Frauen“, wo sie nicht nur mit der Europaabgeordneten und Gastgeberin Dr. Angelika Niebler, sondern auch mit Bayerns Ministerpräsidenten, Markus Söder, zusammentraf und einmal mehr über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Frauenpolitik diskutierte.

Es war nicht nur das Jahr der internationalen Beziehungen, sondern auch das Jahr der Bundesratswahlen. Die CVP-Frauen forderten über ein Jahr lang medial dank Interviews und Berichterstattungen „zwei Kandidatinnen und eine Bundesrätin!“ und erhielten somit den gesellschaftspolitischen Druck aufrecht. Dass es zu guter Letzt aufging, sich sogar drei Kandidatinnen zur Wahl präsentierten und Viola Amherd nach einer hervorragenden und blitzschnellen Wahl ins Amt einziehen konnte, erfreut die CVP-Frauen, welche der Wahl gemeinsam mit den FDP- und BPW-Frauen im Impact Hub in Bern beiwohnten, ausserordentlich.

Politisch bemerkbar machten sich die CVP-Frauen mit den Dauerthemata Lohngleichheit und ausgewogene Geschlechtervertretung. In ihrer Strategie 2022 nehmen diese Themen denn auch einen wichtigen Platz ein. Obwohl nicht bekannt für Demonstrationsfreudigkeit, sahen die CVP-Frauen die Notwendigkeit ein, sich aktiv öffentlich bei der grossen Lohngleichheitsdemo zu zeigen und vor dem Bundeshaus für mehr Frauen im Bundesrat zu demonstrieren. Dabei kommt den CVP-Frauen zugute, dass sie keinerlei Berührungsängste mit anderen Parteien und Gruppierungen haben: wenn es einem guten Zweck dient… Wir bleiben dran – das Wahljahr steht bevor!