28.10.2015 / Artikel / /

Frauenanteil erhöht – Ziel erreicht!

Zwei neue CVP-Parlamentarierinnen in Bern: Das ist das respektable Resultat des Wahlsonntags und des intensiven Wahlkampfs. Insgesamt elf weibliche Fraktionsmitglieder werden die neue Legislatur mittragen und –prägen. Die CVP-Frauen Schweiz nimmt dies erfreut zur Kenntnis, auch wenn die Vorgabe, mehr als einen Drittel Frauen stellen zu können, nicht ganz erreicht wurde.

Nicht nur die Vereinigungen, auch der Dachverband aller Frauenorganisationen, Alliance F, hatte sich zum Ziel gemacht, den Frauenanteil im nationalen Parlament zu erhöhen. „Ein Drittel ist nicht genug!“ – mit diesem ambitionierten Vorsatz kämpften Frauen landauf, landab für Stimmen. Nebst parteiinternem Engagement haben auch viele überparteiliche Aktionen, oft von den kantonalen Frauenzentralen koordiniert, den Wahlkampf vieler Kandidatinnen dominiert.

Zwei neue Frauen in der Fraktion

Ging das Konzept auf? Für die CVP-Frauen: ja! In der Tat haben die Wahlresultate zu neuen weiblichen Stimmen in der Fraktion geführt. Wir gratulieren herzlich den beiden Nationalrätinnen Andrea Gmür, LU, und Géraldine Marchand-Balet, VS. Aber die Gratulationen gelten selbstverständlich auch allen Wiedergewählten – Frauen wie Männern gleichermassen. Wir sind stolz, dass alle unsere bisherigen National- und Ständerätinnen klar und eindeutig im Amt bestätigt wurden. Wir freuen uns auf eine weiterhin gute und fruchtbare Zusammenarbeit – auch mit den Männern im Parlament, denn ohne Männer geht es nicht!

Keinen St. Galler Ersatz für Lucrezia Meier-Schatz

Der Wahlsonntag war allerdings für einige ein Wechselbad der Gefühle. Der Entscheid unserer sehr geschätzten Lucrezia Meier-Schatz, sich nicht mehr für eine weitere Legislatur zur Verfügung zu stellen, warf die Frage auf: Wird es möglich sein, diesen Platz im Kanton St. Gallen durch eine Frau halten zu können? Zwei fähige, motivierte Kandidatinnen, Barbara Dürr und Martha Storchenegger, liessen durchaus hoffen; doch leider klappte es nicht. Auch im Kanton Aargau konnten weder ein zweiter Nationalrats- noch der erhoffte Ständeratssitz errungen werden. Jedoch ist noch nichts verloren, denn eine kämpferische Ruth Humbel will es nochmals wissen. Sie tritt im zweiten Wahlgang um den Ständerat nochmals an. Ihr Sieg käme einem Eintrittsbillett nach Bern für Marianne Binder gleich – drücken wir ihr die Daumen, dass es klappt!

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